{"id":377,"date":"2014-06-13T11:22:31","date_gmt":"2014-06-13T11:22:31","guid":{"rendered":"http:\/\/tk-ebersdorf.at\/?page_id=377"},"modified":"2014-06-13T11:22:34","modified_gmt":"2014-06-13T11:22:34","slug":"chronik","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/tk-ebersdorf.at\/?page_id=377","title":{"rendered":"Chronik"},"content":{"rendered":"<p>So wie in fast allen l\u00e4ndlichen Pfarren und Gemeinden, geht der Ursprung der Blasmusik in Ebersdorf mit sehr gro\u00dfer Wahrscheinlichkeit auf geblasene Kirchenmusik zur\u00fcck.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ebersdorf ist nachgewiesen schon seit 1170, mit einigen Unterbrechungen, eine selbst\u00e4ndige Pfarre. In der jetzigen Kirche, die 1756 erbaut wurde, wurde von Franz Xaver Schwarz im Jahre 1788 eine Orgel, welche heute noch in Verwendung steht, installiert. Mit ziemlicher Sicherheit kann gesagt werden, dass seit Ende des 18. Jahrhunderts bei besonderen Anl\u00e4ssen die Orgelmusik und der Gesang durch Blech- und Holzbl\u00e4ser unterst\u00fctzt wurde.<\/p>\n<p>Belegt wird diese Annahme durch die Tatsache, dass noch einige sehr alte Musikinstrumente vorhanden sind. Es handelt sich dabei um eine Querfl\u00f6te und eine Klarinette. Diese Instrumente geh\u00f6ren eigentlich der Pfarre Ebersdorf und waren lange Jahre bei Johann Spindler, der diese Instrumente, wie auch schon sein Vater, \u00fcber Jahrzehnte hinweg f\u00fcr das Musizieren in der Kirche verwendete, in Verwahrung. Vor seinem Ableben hat er die Instrumente treuh\u00e4ndisch der Trachtenkapelle \u00fcbergeben. Die Bassgeige, mit welcher Kapellmeister Franz Hallamayr als letzter spielte, ist heute in Verwahrung bei Franz Hallamayr in Ebersdorfberg.<\/p>\n<p>Die erste schriftliche Erw\u00e4hnung der Ortsmusik Ebersdorf findet man in der Pfarrchronik. Dort steht im T\u00e4tigkeitsbericht des 16. Pfarrers von Ebersdorf, Herrn Johann Mildschuh, welcher von 1838\u2014 1852 die hiesige Pfarre leitete folgendes nachzulesen:<\/p>\n<p><em> \u201e\u2026und schuf auf dem Terrain des fr\u00fcheren Kirchplatzes und Friedhofes eine nette Parkanlage nach englischem Muster en miniature. In der nordwestlichen Ecke des Gartens erhob sich auf erh\u00f6htem Platze ein Pavillon, wo gar h\u00e4ufig die Ortskapelle ihre fr\u00f6hlichen Weisen ert\u00f6nen lies, &#8230;\u201c<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Auch wenn damit kein genaues Gr\u00fcndungsdatum angegeben ist, ist diese Eintragung die Best\u00e4tigung daf\u00fcr, dass es in den Vierziger-Jahren des vorigen Jahrhunderts bereits eine Ortsmusik gegeben hat. Warum man seit Jahrzehnten das Gr\u00fcndungsdatum mit 1850 angibt, ist heute nicht mehr feststellbar. Aufgrund dieser Eintragung k\u00f6nnte man wohl auch das 165. oder das 170. Gr\u00fcndungsfest feiern.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Aus: \u201eGeschichte der Pfarre Ebersdorf, Teil 1, Seite 350<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die zweite schriftliche Erw\u00e4hnung der Musikkapelle Ebersdorf findet man in der Schulchronik der Volksschule Ebersdorf. Dort schrieb Oberlehrer Johann Reithofer anl\u00e4sslich der Silberhochzeit des Kaiserpaares Franz Josef I. und Elisabeth im Jahre 1879:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>\u201e.. der Festzug &#8230; wurde beim Schulhaus &#8230; aufgestellt. Von da begab sich derselbe in Begleitung der Herrn Lehrer und der 17 Mann starken Ortsmusikbande zum Pfarrhof und &#8230;\u201c<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Aus: Schul-Chronik, 1. Band 1875 &#8211; 1892, Seite 57<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In dieser Musikbande wirkten schon damals, so wie auch heute noch, mehrere Mitglieder der Familie Hallamayr mit. Diese sollen bereits um das Jahr 1850 durch ihr musikalisches Wirken weit \u00fcber die Grenzen von Ebersdorf hinaus bekannt gewesen sein. So spielten sie nach m\u00fcndlicher \u00dcberlieferung im Jahre 1854 bei der Er\u00f6ffnung der Semmeringbahn. Die \u201eHallamayr\u2018s\u201c stellen somit, nur unterbrochen durch den 2. Weltkrieg, \u00fcber 160 Jahre durchgehend Musiker der Trachtenkapelle Ebersdorf.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der erste namentlich bekannte Kapellmeister war Franz Grabner (14.8.1852 \u2014 21.4.1921). Er \u00fcbernahm 1875, nach Beendigung seiner dreij\u00e4hrigen Dienstzeit beim Milit\u00e4r, die Leitung der Ortskapelle. In die Zeit seines Wirkens f\u00e4llt auch die Gr\u00fcndung der Freiwilligen Feuerwehr im Jahre 1903. Vermutlich war ein gr\u00f6\u00dferer Teil der Gr\u00fcndungsmitglieder der Feuerwehr auch Musiker, denn die \u201eMusikbande\u201c, wie sie im 19.Jahrhundert noch genannt wurde, wurde ebenfalls im Jahre 1903 in \u201eFeuerwehrkapelle\u201c umbenannt.<\/p>\n<p>\u00dcber das Wirken der damaligen Blaskapelle wei\u00df man heute relativ wenig. Fest steht nur, dass neben den Ausr\u00fcckungen in voller Besetzung f\u00fcr kirchliche und zivile Anl\u00e4sse, schon damals in kleinen Besetzungen zum Tanz aufgespielt wurde. Des Weiteren wurden Bl\u00e4ser, weit h\u00e4ufiger als heute, zur Auff\u00fchrung von Kirchenmusik herangezogen. Oft wurde nicht nur vormittags bei den Messen, sondern auch nachmittags beim hl. Segen die Orgelmusik und der Kirchenchor musikalisch unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p>\u00dcber die Ausbildung der Musiker im vorigen Jahrhundert sind nur einige Details bekannt. Fest steht, dass der damalige Oberlehrer Johann Reithofer, welcher von 1875 bis 1910 nicht nur gleichzeitig Organist war, sondern auch Bl\u00e4ser ausbildete.<\/p>\n<p>Zwei seiner Sch\u00fcler sind namentlich bekannt, n\u00e4mlich Josef Spindler (4.10.1861 &#8211; 22.12.1935) &#8211; er 1875 der Musik bei \u2013 und Franz Barm\u00fcller (25.9.1861 \u2014 18.3.1940).<\/p>\n<p>\u00dcber den Kapellmeister Franz Grabner w\u00e4re noch zu sagen, dass er nicht nur ein ausgezeichneter Fl\u00fcgelhornist und Kapellmeister war, sondern dass er auch komponierte. Von einigen seiner Kompositionen \u2014 f\u00fcr Tanzmusik geschrieben \u2014 existieren noch heute teilweise die Stimmen.<\/p>\n<p>Im Jahre 1921, nach dem Tod von Franz Grabner, \u00fcbernahm Franz Hallamayr (17.1.1862 \u201410.6.1933) das Kapellmeisteramt. W\u00e4hrend seiner Amtszeit erwarben sich Franz Barm\u00fcller, Johann Schnur und Franz Rath besondere Verdienste bei der Ausbildung von Jungmusikern. Johann Schnur war dar\u00fcber hinaus auch ein \u00fcberaus begabter und geschickter Notenschreiber und Arrangeur. Noch heute befinden sich handgeschriebene Partituren von ihm im Notenarchiv der Trachtenkapelle und werden teilweise auch noch gespielt.<\/p>\n<p>Als Nachfolger von Franz Hallamayr, \u00fcbernahm Josef Posch (4.7.1910 &#8211; ???), 23-j\u00e4hrig, 1933 die musikalische Leitung der Ebersdorfer Blasmusik.<\/p>\n<p>Seine musikalische Laufbahn begann Josef Posch bereits mit 7Jahren, als er beim damaligen Oberlehrer Josef Jamnigg begann, das Geigenspiel zu erlernen. Seine weitere Ausbildung erhielt er auf mehreren Instrumenten als Mitglied der Stadtkapelle Hartberg, der er 1924 beitrat. 1936 schloss Josef Posch seine musikalische Ausbildung mit der Ablegung der Kapellmeisterpr\u00fcfung in Bad Hall ab.<\/p>\n<p>Schon kurz nach seinem Amtsantritt konnte die Ebersdorfer Blasmusik gro\u00dfartige Erfolge erzielen. So gab sie zum Beispiel anl\u00e4sslich einer Wallfahrt in Mariazell ein Platzkonzert und tags darauf f\u00fchrten sie in der Basilika die Haydn-Messe auf. Ebenfalls im Jahre 1936, am 20. Oktober wurde mit gro\u00dfem Erfolg auf der Grazer Herbstmesse ein Platzkonzert gegeben.<\/p>\n<p>Der Ruf der Ortskapelle war in den 3oerJahren schon so gut, dass immer mehr Ebersdorfer Musiker zur Stadtkapelle Hartberg geholt wurden. So wirkten unter anderem Karl Hallamayr, Leopold Sammer. Karl Stelzer,<\/p>\n<p>Hans Paar, Johann Holzer und Johann Schnur, um nur einige zu nennen, immer wieder bei den gro\u00dfen Platzkonzerten mit, welche im Sommer regelm\u00e4\u00dfig am Hartberger Hauptplatz gegeben wurden.<\/p>\n<p>Aber auch zu Hause wurde flei\u00dfig aufgespielt. Neben den kirchlichen Anl\u00e4ssen wurde auch bei Festen und B\u00e4llen musiziert. Bei den Festen, welche damals im \u201eHabel-Garten\u201c, beim \u201eLechner-Schmied\u201c (heutiger Gemeindeplatz) oder als Waldfest in Dreih\u00f6f abgehalten wurden, wurde in voller Besetzung, das hei\u00dft mit 22 bis 25 Mann gespielt.<\/p>\n<p>Bei B\u00e4llen dagegen wurde in kleiner Besetzung aufgespielt. \u00dcblicherweise mit 1 Fl\u00fcgelhorn, 2 Klarinetten, 1 Tenorhorn, 2 \u2014 3 Es-Trompeten und einem Bass. Gelegentlich wurde auch schon eine Ziehharmonika eingesetzt. W\u00e4hrend des Zweiten Weltkrieges kam nat\u00fcrlich ein Gro\u00dfteil der musikalischen Aktivit\u00e4ten zum Erliegen. Trotzdem gelang es Franz Barm\u00fcller, der in dieser schweren Zeit interimistisch die Kapelle f\u00fchrte, die wichtigsten musikalischen Aufgaben zu erf\u00fcllen. Mit den paar Musikern, welche aus alters- oder gesundheitlichen Gr\u00fcnden nicht einr\u00fccken mussten, mit Aushilfen aus Nachbargemeinden und mit einger\u00fcckten Musikern, welche gerade Heimaturlaub hatten, gelang es immer wie der, eine Kapelle mit 10 bis 12 Mann zusammenzustellen. Nach dem Krieg ging es in Ebersdorf mit der Musik wieder steil bergauf. Kapellmeister Posch begann sofort nach seiner Heimkehr vom Krieg mit der Ausbildung von jungen Musikern. Aufgrund dieser Aufbauarbeit war es ihm m\u00f6glich, 1952 beim Landeskonzertwertungsspiel in Anger teilzunehmen. Mit der Ouvert\u00fcre \u201eDichter und Bauer\u201c von Franz v. Suppe gelang es, den hervorragenden 2. Platz zu erreichen. Den 1. Preis konnte die Kapelle aus Peggau-Deutschfeistritz den Ebersdorfern nur wegnehmen, weil diese mit 4 oder 5 ausgeliehenen Berufsmusikern antraten, Ebersdorf dagegen ausschlie\u00dflich mit Amateuren. Herr Kapellmeister Posch war in der Lage, mit seinen gut ausgebildeten Musikern ein sehr anspruchsvolles Programm zu bieten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Noch heute h\u00f6rt man \u00e4ltere Musiker aus der Umgebung davon reden, mit welcher Perfektion zum Beispiel Anfang der f\u00fcnfziger Jahre Johann Samer das Bravourst\u00fcck f\u00fcr Trompete \u201eMacht es nach\u201c interpretierte, ein St\u00fcck, dass zur damaligen Zeit von keiner Kapelle in der Umgebung aufgef\u00fchrt werden konnte. Johann Samer studierte am Konservatorium in Graz und war sp\u00e4ter als Musiklehrer in Aspang t\u00e4tig.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Viele der damaligen Musiker waren auch als Tanzmusiker t\u00e4tig. Eine solche Gruppe sollte hier namentlich, stellvertretend f\u00fcr alle genannt werden. Es handelt sich dabei um die Ebersdorfer Bauerkapelle, in der folgende Musiker mitwirkten: Ludwig Goger, Franz Hallamayr, Johann Holzer, Franz Rath und Johann Samer. Diese Besetzung brachte es mit ihrem perfekten Spiel sogar zu einer Rundfunkaufnahme im Landesstudio Steiermark mit Peter Girn.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Viele solche H\u00f6hepunkte aus den sechziger und siebziger Jahren w\u00e4ren noch aufzuf\u00fchren.<\/p>\n<p>Das wichtigste aber war sicher, dass sich Herr Posch immer intensiv um die Ausbildung von jungen Musikern bem\u00fchte und so den Fortbestand der Musikkapelle sicherstellte.<\/p>\n<p>Durch diese Aktivit\u00e4ten erreichte das Orchester Mitte der siebziger Jahre einen Mitgliedstand von 44 Musikern.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mitte der siebziger Jahre \u00fcbernahm Herr Johann Wenk die Ausbildung von jungen M\u00e4dchen und Burschen. Viel der heute mitwirkenden \u00e4lteren Musiker sind durch seine Schule gegangen.<\/p>\n<p>Als im Jahre 1984 Herr Josef Posch nach 51-j\u00e4hriger Amtszeit als Kapellmeister in den wohlverdienten Ruhestand trat, wurde er von der Trachtenkapelle zum Ehrenkapellmeister auf Lebenszeit ernannt.<\/p>\n<p>Das musikalische Erbe von Josef Posch trat am 1.4.1984 Ing. Anton Schweiz als sein Nachfolger an. Er begann seine musikalische Ausbildung bei Frau Edith Rath in Bad Waltersdorf auf dem Akkordeon. Im Jahre 1966 begann er seine Ausbildung auf der Klarinette bei Kapellmeister Posch und setzte sie sp\u00e4ter bei Herrn Johann Spindler und bei Herrn Josef Hauer (Klarinette und Tenorsaxophon) fort. Seine 4-semestrige Ausbildung zum Blasorchesterleiter an der Musikhochschule Graz schloss er am 12.Juni 1986 mit Erfolg ab. Viel Praxis konnte Kapellmeister Schwetz auch bei seiner 2Ojahrigen T\u00e4tigkeit als Tanzmusiker bei verschiedenen Kapellen im Burgenland und in der Steiermark sammeln.<\/p>\n<p>Kapellmeister Schwetz versucht durch seinen Einsatz und durch kontinuierliche Probenarbeit das Niveau der Kapelle immer weiter zu steigern. Aufgrund seiner Aufbauarbeit konnte die Trachtenkapelle im Jubil\u00e4umsjahr 1990 erstmals nach langer Zeit wieder an einem Konzertwertungsspiel teilnehmen und es wurde dabei am 1. April in Waldbach ein guter Erfolg errungen.<\/p>\n<p>Ein gro\u00dfes Erlebnis war 1990 auch die Teilnahme am Landesmusikfest in Graz. Es ist ein nahezu unbeschreibliches Gef\u00fchl, zusammen mit ca. 5.000 anderen MusikerInnen zu spielen!<\/p>\n<p>Mit dazu beigetragen hat auch die Instrumentierung. So sind seit der Stabf\u00fchrung von Anton Schwetz folgende Instrumente neu dazugekommen: Piccolo, Fl\u00f6te, Es- und Tenorsaxophon, kombiniertes Schlagzeug, Pauken und Glockenspiel. Die angekauften Zugposaunen konnte leider nur kurz besetzt werden.<\/p>\n<p>Im Jahre 1990 \u2013 nach 6-j\u00e4hriger T\u00e4tigkeit &#8211; hat sich das Durchschnittsalter der damals 42 MusikerInnen von 36,5 auf 30 Jahre reduziert!<\/p>\n<p>Diese Entwicklung ging aber weiter. Im Jahre 1996 waren von den 43 MusikerInnen bereits 25 j\u00fcnger als 24 Jahre und insgesamt 11 davon weiblich.<\/p>\n<p>Bei der Generalversammlung am 3. M\u00e4rz 1996 \u00fcbergab nach 12-j\u00e4hriger T\u00e4tigkeit, die mit sehr viel Aufbauarbeit verbunden war den Taktstock in j\u00fcngere, weibliche H\u00e4nde. Was heute in vielen Kapellen selbstverst\u00e4ndlich ist, war 1996 noch die Ausnahme. Christine Goger geht damit als 1. Kapellmeisterin der Trachtenkapelle in die Ebersdorfer Musikgeschichte ein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>MUSIKSCHULE, NACHWUCHSF\u00d6RDERUNG<\/strong><\/p>\n<p>Um den Nachwuchs zu f\u00f6rdern und um die Zukunft der Trachtenkapelle zu sichern wurde im J\u00e4nner 1990 mit dem Aufbau einer vereinseigenen Musikschule begonnen, da es trotz intensiver Bem\u00fchungen von seitens der Gemeinde und dem Vorstand der Trachtenkapelle nicht gelang, die Ausbildung in Form eines dislozierten Unterrichtes einer \u00f6ffentlichen Musikschule nach Ebersdorf zu bringen.<\/p>\n<p>Mit finanzieller Unterst\u00fctzung der Gemeinde und des Musikvereines wurden damit eine Reihe von jungen MusikerInnen herangebildet. Als dann im Schuljahr 2001\/2002 die Musikschule Bad Waltersdorf den Unterricht in Ebersdorf aufnahm, wurde die \u201eprivate\u201c Musikschule Ebersdorf nat\u00fcrlich eingestellt.<\/p>\n<p>Die private Musikschule wurde sehr gut angenommen und hatte im Schuljahr 1993\/94 mit 38 Sch\u00fclern ihren h\u00f6chsten Stand. So konnte bereits 1992 eine eigene Jugendkapelle zusammengestellt werden. Unter der der Leitung von Christine Goger wurden bis zu 30 Jugendproben pro Jahr abgehalten. Punkto Eifer und Einsatz waren die Jungen sogar Vorbild f\u00fcr die MusikerInnen der Trachtenkapelle, da die durchschnittliche Anwesenheit bei den Proben bis zu 92% betrug.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>EDV, BERICHSTWESEN, NOTENARCHIV<\/strong><\/p>\n<p>Die 2. H\u00e4lfte der 80-er Jahre waren gepr\u00e4gt von der Einf\u00fchrung der Datenverarbeitung auch im privaten Bereich. Die Trachtenkapelle Ebersdorf hat zu den ersten Kapellen in \u00d6sterreich geh\u00f6rt, die begonnen haben, das Berichtswesen, die Statistik und das Notenarchiv auf EDV umzustellen. \u00dcber die Anlaufprobleme, die es 1991 nach dem Ankauf der 1. Version von der Firma ASA in Villach gegeben hat, kann man R\u00fcckblickend nur l\u00e4cheln. Tollerweise konnte man aber den Programmierer der Software, Hr. DI Auernig, fast Tag und Nacht anrufen, wenn es Probleme gab.<\/p>\n<p>Die Basis f\u00fcr das Notenarchiv \u2013 das in der Zwischenzeit auf \u00fcber 1.200 St\u00fccke angewachsen ist \u2013 wurde damals in vielen Stunden Eingabearbeit gelegt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>DER MUSIKVEIN EBERSDORF<\/strong><\/p>\n<p>Schon im Jahre 1933 wurde der Musikverein Ebersdorf gegr\u00fcndet und bei der Beh\u00f6rde angemeldet.<\/p>\n<p>Zum ersten Obmann wurde Herr Johann Paar (geb. 16.2.1886) gew\u00e4hlt; er \u00fcbte dieses Amt bis zu seinem Tod am 20.12.1961 aus. Johann Paar war ein Obmann der eher im Stillen und im Hintergrund gewirkt hat. In seine Amtszeit f\u00e4llt die Neueinkleidung der Musik im Jahre 1958 mit der heute noch getragenen Erzherzog-Johann Tracht.<\/p>\n<p>Im vorigen Jahrhundert bis zur Gr\u00fcndung der Feuerwehrkapelle wurde in Zivilkleidung gespielt. Von 1903 bis 1933 wurden dann Feuerwehruniformen getragen. Nach der Vereinsgr\u00fcndung und der \u00dcbernahme des Kapellmeisteramtes durch Herrn Posch wurde die Musik neu eingek1eidet.<\/p>\n<p>Die Tracht bestand aus langen schwarzen Hosen und so genannten \u201eSch\u00f6sselr\u00f6cken\u00ab (kurze R\u00f6cke).<\/p>\n<p>Seit 1958 wird unver\u00e4ndert die oben erw\u00e4hnte Erzherzog Johann Tracht getragen.<\/p>\n<p>Von 1962 bis 1984 hatte dieses Amt dann Herr Franz Gmeiner (24.4.1925 \u2014 23.4.1985) inne. Franz Gmeiner, der sich immer voll f\u00fcr \u201eseine Musik\u201c einsetzte, hat in seiner Zeit als Obmann viel erreicht. So konnten im Jahre 1970, unter tatkr\u00e4ftiger Mithilfe der musikliebenden Bev\u00f6lkerung der Gro\u00dfgemeinde Ebersdorf und des Landes Steiermark, neue Instrumente angeschafft werden. Bis dahin wurden noch Instrumente mit hoher Stimmung verwendet. Als Obmann Gmeiner im Jahre 1979 im Zuge von Recherchen feststellen musste, dass durch die Kriegswirren bei den Beh\u00f6rden s\u00e4mtliche Unterlagen \u00fcber die Vereinsgr\u00fcndung im Jahre 1933 abhanden gekommen waren und somit ein Musikverein Ebersdorf bei der Bezirkshauptmannschaft Hartberg nicht bekannt war, musste eine Neugr\u00fcndung durchgef\u00fchrt werden. Diese wurde von der Beh\u00f6rde mit Bescheid vom 3.3.1980 nicht untersagt. Als Franz Gmeiner im M\u00e4rz 1984 aus gesundheitlichen Gr\u00fcnden sein Amt zur\u00fccklegte, wurde am 1.4.1984 Herr Franz Weichselberger (15.3.1947) zum neuen Obmann gew\u00e4hlt. Franz Weichselberger trat 1960 der Trachtenkapelle bei und ist bis heute f\u00fcr seine musikalischen Aktivit\u00e4ten weit \u00fcber unsere steirischen Landesgrenzen hinaus bekannt. Da er als langj\u00e4hriger Leiter seiner Tanzkapelle \u201eHochstra\u00df-Sextett\u201c st\u00e4ndig mit Termin\u00fcberschneidungen zwischen der Tanz- und der Blasmusik zu k\u00e4mpfen hatte, sah er sich bei der Neuwahl im Jahre 1987 au\u00dferstande nochmals zu kandidieren.<\/p>\n<p>Daraufhin wurde von der Generalversammlung am 8.3.1987 Herr Johann Goger (5.4.1952) mit dieser Aufgabe betraut.<\/p>\n<p>In seiner 12-j\u00e4hrigen Obmannschaft hat Hans Goger (5.4.52) vieles geleistet. Als seine vordringlichste Aufgabe sah er den Bau eines eigenen Proberaumes f\u00fcr die Musik. Auf seine Initiative hin stellte die Gemeinde den bis dahin unben\u00fctzten Dachboden des Gemeindehauses f\u00fcr diesen Zweck zur Verf\u00fcgung. Unter dem Einsatz von sehr viel Eigenleistung der einzelnen Musiker \u2013 und im Speziellen des Obmannes &#8211; und einem dadurch in tragbaren Grenzen gehaltenen finanziellen Einsatz konnte diese neue Heimst\u00e4tte der Trachtenkapelle Ebersdorf in weniger als einem halben Jahr fertig gestellt werden. Die erste Probe fand n\u00e4mlich schon am 13. November 1987 statt. Die offizielle Er\u00f6ffnung und Einweihung war dann am 29. Mai 1988 im Rahmen eines Festaktes und einer Ausstellung.<\/p>\n<p>Es sollte an dieser Stelle nicht verschwiegen werden, dass die Gemeinde Ebersdorf, unter ihrem damaligen B\u00fcrgermeister Johann Sonnleitner, das ganze Projekt au\u00dferbudget\u00e4r gro\u00dfz\u00fcgig gef\u00f6rdert hat.<\/p>\n<p>Im Jahre 1990, anl\u00e4sslich der 140-Jahr-Feier und des 74. Bezirksmusikertreffens, wurde die erste Festschrift \u2013 verfasst von Anton Schwetz \u2013 herausgegeben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Er\u00f6ffnung des neuen, ebenerdigen Proberaumes im Gemeindezentrum im Jahre 2001.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Musikerinnen und Musiker der Trachtenkapelle Ebersdorf m\u00f6chten das Jubil\u00e4umsjahr 1990 und diese Festschrift auch dahingehend n\u00fctzen, um der gesamten Ortsbev\u00f6lkerung ein aufrichtiges Dankesch\u00f6n zu sagen, f\u00fcr die gro\u00dfz\u00fcgige Aufnahme und Unterst\u00fctzung, welche dem Musikverein in der Vergangenheit zuteil geworden sind.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der besondere Dank gilt der Familie Gemgro\u00df-Kurath daf\u00fcr, dass die gesamte Musikkapelle zweimal j\u00e4hrlich, und zwar bei den Weckrufen am Ostersonntag und am Fronleichnamstag (Tag der Blasmusik) ununterbrochen seit 1947 Gast in diesem Hause sein darf.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Vieles hat sich in den fast eineinhalb Jahrhunderten des Bestehens des Musikvereines Ebersdorf ge\u00e4ndert \u2014 eines ist jedoch gleich geblieben: das Hochhalten von Werten wie Treue, Kameradschaft, Hilfsbereitschaft, Idealismus und Gemeinschaftssinn. Damit ist in der Vergangenheit Gro\u00dfartiges geleistet worden und der jetzige Vereinsvorstand versucht das auch in der Zukunft zum Wohle der Musik und der gesamten Ortsbev\u00f6lkerung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>So wie in fast allen l\u00e4ndlichen Pfarren und Gemeinden, geht der Ursprung der Blasmusik in Ebersdorf mit sehr gro\u00dfer Wahrscheinlichkeit auf geblasene Kirchenmusik zur\u00fcck. &nbsp; Ebersdorf ist nachgewiesen schon seit 1170, mit einigen Unterbrechungen, eine selbst\u00e4ndige Pfarre. 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